Prostata; Prostatavergrößerung
Ich möchte Dir hiermit einen Erfahrungsbericht geben über meinen bisherigen Weg mit einem typischen Männerproblem geben. Leider ein Tabuthema:
Ich habe über lange Zeit bemerkt, dass ich immer häufiger Wasser lassen muss.
Hatte dann 2003 im Winter eine Blasenentzündung. Der Hausarzt stellte fest, dass ich immer Restharn in der Blase behalte. (250 bis 300ml) die Prostata hatte ein Volumen von 35ml.
PSA -Wert war okay. Eine Blasenspiegelung ergab das ich in der Prostata im Bereich des Blasenschließmuskels eine Verengung im Harnleiter habe.
Der Urologe sagte mir wenn ich öfter Blasenentzündungen hätte müsste man wegen des Restharns über eine OP nachdenken. Ansonsten würden regelmäßige Kontrollen der Prostatagröße und der
Restharnmenge erst mal reichen.
Da ich keine weiteren Probleme mit der Blase mehr hatte habe ich mich um das Problem
Nicht mehr gekümmert. Man hat ja auch noch andere Probleme und will nicht immer nur zum Doc rennen. Und außerdem ist eine solche OP ein unerfreuliches Thema. Von wegen Risiko Inkontinenz,
Impotenz, und trockener Samenerguss.... Absolut unerfreulich!
Also erst mal weit weggeschoben!
Auch wenn man manchmal alle 15 Minuten pinkeln könnte. Und immer und überall auf der Ausschau nach einer Pinkelmöglichkeit ist. Mann lernt dann erst richtig alle Pinkelmöglichkeiten seines
Dunstkreises kennen. Wird so richtig zu einem Pinkelortinsider.
Bis.....
Anfang Januar 2007 habe ich per Zufall festgestellt das ich mit einem mal hohen Blutdruck habe. Wo ich sonst ein Kandidat für extrem niedrigen Blutdruck war (90 zu 60 )
Hatte ich nun mit einem mal hohen Blutdruck zum Abend immer weiter zunehmend.
Habe dann beim Hausarzt den rundum Check ( Männervorsorge ) machen lassen.
Ergebnis: Hoher Blutdruck
Blut in Ordnung
Wasser in beiden Beinen
PSA-Wert in Ordnung
Prostata 62ml
Restharnmenge 450ml
Kritisch war der hohe Blutdruck und das Wasser in den Beinen (untypisch für einen schlanke sportlichen, normalgewichtigen )
Die Prostatagröße sah der Doc noch nicht als kritisch an
weil der PSA i.O. war
Aber die Restharnmenge fand er nicht so gut.
Ergebnis von ihm war..... Medikamente gegen den hohen Blutdruck und den Rest beobachten. Also keine weiteren konkreten Maßnahmen!
Ich war danach verunsichert und nicht Zufrieden!
Bin nach einer Woche zum Hausarzt und habe mir eine Überweisung zum Urologen geben lassen.
Der hat natürlich alle Untersuchungen kassenfreundlich noch einmal gemacht.
Mit dem Ergebnis: PSA-Wert okay
Prostata 60ml Volumen
Restharnmenge 480ml
Bei einer Dauer von 52 sec beim Wasserlassen!
Stand also fast eine Minute am Pinkelbecken und das meiste blieb in der Blase!
Echt Mist !
Ich habe dem Doc gesagt, dass ich eine OP ( Ausschälung ) zur Bereinigung möchte.
Er wollte noch erst eine neue Blasenspiegelung machen. Die habe ich verweigert weil die bei der OP so oder so gemacht wird. Und für die Entscheidung, dass die OP sinnvoll ist brauchte ich keine
Blasenspiegelung mehr. Wäre nur Quälerei und Geldschneiderei gewesen!
(Zu dem Thema Blasenspiegelung später mehr)
In den grauen, nassen November habe ich mir dann den OP- Termin legen lassen. Weil ich mir den Sommer nicht mit dieser OP vermasseln lassen wollte.
Und es ja laut Doc auch keinen Grund zur Eile gab.
Obwohl er nachträglich Druck gemacht hat. Warum erst im November und Entscheidung
Ob OP und wann und wo OP Entscheidung bitte innerhalb der nächsten 3 Tage.
War schon ein bisschen komisch!
Erst sagen es ist nichts...es muss nicht unbedingt operiert werden.
Und dann mit mal der Druck....
Hat dann noch mit der Einweisung in die Klinik ein Arsch an die Wand Papier geschrieben.
Auf der Einweisung stand, dass ich die Blasenspiegelung verweigert hätte und den OP- Termin verzögert habe. Dabei habe ich den Termin ganz klar mit Ihm abgesprochen und das „Nein" zur
Blasenspiegelung auch. Er hat keine Argumente für einen früheren Termin genannt und für die Notwendigkeit der Blasenspiegelung auch keine Gründe genannt.
In der Klink wurden am Einweisungstag alle möglichen Untersuchungen gemacht.
Aber nichts Unangenehmes. War alles okay.
Die OP ist gut verlaufen es wurden 4ml Gewebe aus der Prostata abgetragen.
Bin mit zwei Blasenkathedern aufgewacht...
Einen durch die Bauchdecke und einen durch den Harnleiter.
Wr aber so alles okay und gut ertragbar gewesen. ;o)
Nur wenn der Zimmernachbar auf DSF Softporno- Clips angeschaut hat, war es unangenehm. ;o)
Da musste ich besser wegschauen.
Nach 6 Tagen begann das Blasentraining, um zu sehen wie viel Wasser ich ohne den Blasenschließmuskel nur mit dem Beckenboden halten konnte.
(Bei der Ausschälung wird der Blasenschließmuskel zerstört. Das Wasserhalten kann dann
nur noch über den Beckenboden erfolgen.)
Ich hatte das Glück das ich wegen meiner Rückenprobleme die letzten 5 Jahre Gymnastik gemacht habe. ( Aquagymnastik, Aquapower, Tai Chi, und andere Gymnastikübungen für den Rücken ) Bei meinen
Aktivitäten habe ich unbewusst den Beckenboden eifrig mittrainiert. ;o)
Konnte sofort über 700ml halten. Also fast alles wie normal.
Beim ersten Wasserlassen brannte es ein ganz kleines bisschen. Aber war gut ertragbar.
Bin am 8. Tag aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Hatte dann noch ungefähr 3 Wochen lang gelegentlich altes aber manchmal auch frisches Blut im Urin. Aber alles in Ordnung und normal wie der Doc sagte.
Nach der OP- hat sich mein Blutdruck normalisiert und das Wasser aus in Beinen ist auch nicht mehr da. Muss nicht mehr so häufig zum Wasserlassen.
Beim Sex ist nach wie vor alles im grünen Bereich. Wie vorher. ;o)
Potenz nach wie vor ist super
Ausdauer nach wie vor super ( lange und öfters....)
Probleme treten immer nur durch Iritationen auf......
( Stress, Ablenkung oder Sorgen die einem im Kopf herumgeistern )
Nur der Samenerguss geht manchmal wegen des fehlenden Blasenschließmuskels nach hinten los.
In die Blase...ist ein komisches Gefühl...
Aber für mich okay.
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Fazit aus dem ganzen für mich: Ich hätte die OP viel früher machen lassen sollen!
Warte nicht so lange.... entscheide Dich früher für die OP.
Ist ein unerfreuliches Thema, und die Vorstellung ist schon unangenehm.
Aber es ist gewonnene Lebensqualität und besser für den ganzen Körper.
Die Risiken und Folgen einer zu späten OP sind zu groß!
Und bevor Du in die Klinik gehst ist Beckenbodengymnastik angesagt.
Wenn es geht mehrere Wochen vorher jeden Tag!
Auch wenn es scheinbar ein Frauenthema ist.
Für Dich ist es jetzt auch ein Thema ! ! !
Mache es vorher! Damit du nach der OP wie ich sicher das Wasser halten kannst.
Frage deinem Doc nach den Übungen oder kaufe Dir ein schlaues Buch.
Im Internet gibt es auch so einiges zu dem Thema.
Also dann ....
Alles Gute .....